Kapitel VII – Erfinderische Tätigkeit
2. Stand der Technik; Anmeldetag
Eine revidierte Fassung dieser Publikation ist in Kraft getreten. |
Bei der Prüfung der erfinderischen Tätigkeit gilt als "Stand der Technik" die in Art. 54 (2) hierfür festgelegte Definition (siehe G‑IV, 1). Sie ist so auszulegen, dass als Stand der Technik Informationen gelten, die für ein bestimmtes Gebiet der Technik relevant sind. Der Stand der Technik umfasst dabei nicht die in Art. 54 (3) genannten später veröffentlichten europäischen Patentanmeldungen. Wie in G‑IV, 3 erwähnt, gilt für die zu prüfende europäische Anmeldung der Prioritätstag als Anmeldetag, sofern die entsprechende Prioriät wirksam ist (Art. 89)., ist der "Anmeldetag" im Sinne des Art. 54 (2) gegebenenfalls der Prioritätstag (siehe F‑VI). Der Stand der Technik kann auch nur im einschlägigen allgemeinen Fachwissen bestehen, das nicht unbedingt schriftlich fixiert sein muss und nur dann der Substantiierung bedarf, wenn es angefochten wird (siehe T 939/92).