2. Anmeldungen nach Art. 61 und Aussetzung des Verfahrens nach Regel 14
2.1 Allgemeines
Eine revidierte Fassung dieser Publikation ist in Kraft getreten. |
Einer in Art. 61 (1) genannten Person, die nicht der eingetragene Anmelder ist, kann durch eine Entscheidung eines Gerichts oder einer zuständigen Behörde (im Folgenden "Gericht" genannt) der Anspruch auf Erteilung eines europäischen Patents zugesprochen werden. Dieser Dritte kann, sofern das europäische Patent noch nicht erteilt worden ist, innerhalb von drei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft der Entscheidung in Bezug auf die in der europäischen Patentanmeldung benannten Vertragsstaaten, in denen die Entscheidung ergangen oder anerkannt worden ist oder aufgrund des dem EPÜ beigefügten Anerkennungsprotokolls anzuerkennen ist,
iii)beantragen, dass die europäische Patentanmeldung zurückgewiesen wird (siehe A‑IV, 2.6 und A‑IV, 2.7).
Wenn die Anmeldung nicht mehr anhängig ist, weil sie zurückgenommen oder zurückgewiesen wurde oder als zurückgenommen gilt, kann der Dritte dennoch für dieselbe Erfindung eine neue europäische Patentanmeldung nach Art. 61 (1) b) einreichen (siehe G 3/92).