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EPA und führende Wissenschaftlerinnen begehen den Internationalen Frauentag

Anlässlich des Internationalen Frauentags am vergangenen Montag veranstaltete das Amt eine Podiumsdiskussion zum Thema Frauen in der Wissenschaft. Gesprochen wurde über die Gleichstellung der Geschlechter in der IP-Welt, traditionelle gesellschaftliche Vorstellungen und die Bedeutung von Vorbildern und Mentorinnen und Mentoren. Fünf Mitarbeiterinnen des EPA teilten das Podium mit den Gewinnerinnen des Europäischen Erfinderpreises Helen Lee (Publikumspreis, 2016) und Ursula Keller (Lebenswerk, 2018).

Frauen werden in Patentanmeldungen zwar immer öfter als Erfinderin genannt und gehören großen Forscherteams an, sie machen aber immer noch einen kleineren Prozentsatz der Gesamtzahl der Erfinderinnen und Erfinder aus. Die Teilnehmerinnen tauschten sich über dieses Thema aus, und Keller betonte aufgrund von Erfahrungen aus ihrem Berufsleben, wie wichtig die Rolle von Organisationen und Führungskräften bei der Förderung von Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen ist. Sie sprach über Kommunikation und die Bedeutung klarer Prozesse: "Rechenschaftspflicht und Transparenz sind ein absolutes Minimum."

Bei der Veranstaltung wurden auch potenzielle Lösungen erörtert, und es stellte sich die Frage, welche gesellschaftlichen, organisatorischen und politischen Faktoren die Gleichstellung der Geschlechter fördern könnten. Auf die Frage, was gegen die Unterrepräsentanz von Frauen in bestimmten Bereichen getan werden könne, erklärte Lee: "Es kommt von oben ... die Organisation muss das Talent von Frauen inhärent anerkennen und bereit sein, Frauen in Machtpositionen zu heben."

Vielfalt und Inklusion spielen im EPA weiter eine wichtige Rolle: Das Amt unterstützt die Entwicklung aller Beschäftigten mit Schulungen und Mentoring-Programmen und hat verschiedene Initiativen eingeleitet wie geschlechtergerechte Sprache oder die Anwendung inklusiver Verhaltensweisen. Es ist sich auch seiner Verantwortung gegenüber der Gesellschaft als Ganzem bewusst und beteiligt sich daher an Community-Outreach-Aktivitäten, die darauf abzielen, den Anteil von Frauen in technischen Bereichen zu steigern und ihre Zahl in Führungspositionen zu erhöhen. Dazu gehören Initiativen wie der Girls' Day, der im April in Deutschland und den Niederlanden stattfindet und das Interesse von Schülerinnen an technischen Berufen fördern soll.

Was ist der Internationale Frauentag?

Die ersten Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag fanden zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einer Handvoll Länder statt. Seit Mitte der 1970er Jahre wird der Tag von den Vereinten Nationen begangen, und die Veranstaltungen gewannen seither an Bedeutung. Heute beteiligen sich Unternehmen, internationale Organisationen und Einzelpersonen weltweit an zahlreichen Aktivitäten, mit denen die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leistungen von Frauen herausgestellt werden und gleichzeitig auf die Themen aufmerksam gemacht wird, die noch angegangen werden müssen.